Konventionelle ZfP

Konventionelle ZfP

Auch wenn die Geschichte der DEKRA im Bereich der „Zerstörungsfreien Werkstoffprüfung“ offiziell erst im Jahr 2008 begonnen hat, konnten wir erfahrene und etablierte Prüfdienstleister für unsere Idee gewinnen, auf denen die heutige DEKRA Incos begründet wurde. Daher beträgt der Erfahrungsschatz der DEKRA Incos GmbH hast ein halbes Jahrhundert an Erfahrung, insbesondere in den Bereichen der konventionellen ZfP sowie den Inspektionsdienstleistungen.

Entsprechend umfassend ist das Produktportfolio und die Akkreditierungen, respektive Zulassungen, welche die DEKRA Incos inne hat. Die Mitarbeiter von DEKRA Incos sind ausgebildet gemäß ISO 9712, welche die EN 473 abgelöst hat, gemäß EN 4179 sowie SNT-TC-1A. Somit können wir auch sämtliche Prüfungen im Bereich des amerikanischen Regelwerks ASME, basierend auf unserer hauseigenen Written Practice, umsetzen. Das ZfP-Prüflabor der DEKRA Incos ist selbstverständlich ebenfalls akkreditiert gemäß ISO/IEC 17025. Darüber hinaus ist DEKRA Incos auch zertifiziert nach ISO 9001, für Prüfungen im nuklearen Bereich gemäß KTA 1401, für Prüfungen im Luft- und Raumfahrtbereich gemäß ISO 9100 und für Prüfungen im Bahnwesen gemäß DIN 27201.7. Abgerundet werden die vorgenannten Qualifikationen durch die Zertifizierung des internen Arbeitssicherheitsmanagement-Systems gemäß SCCP.

Wir bieten das Gewerk der „Zerstörungsfreien Prüfung“ stationär an unseren Standorten an, als auch mobil bei unseren Kunden vor Ort.

Somit verfügen alle unsere akkreditierten Standorte über Röntgenbunker und Oberflächenrissprüfeinrichtungen. Standortabhängig haben wir weitere ZfP-Prüfeinrichtungen, wie z.B. ein Prüflabor für Phased Array- und TOFD-Prüfungen am Standort Duisburg installiert. Darüber hinaus stehen alle anderen in unserem Produktportfolio vorhandenen Prüfverfahren an allen Standorten der DEKRA Incos zur Verfügung. Gut für Sie zu wissen, ist auch dass wir an verschiedenen Standorten über Shuttle-Fahrzeige verfügen, die Ihre Prüfteile bei Ihnen vor Ort abholen und nach erfolgter Prüfung zusammen mit der Dokumentation auch wieder bei Ihnen anliefern können. Hierdurch entlasten wir Ihren Produktionsablauf bei höchstmöglicher Zeiteffizienz.

Wie bereits vorab erwähnt bieten wir alle Dienstleistungen selbstverständlich auch mobil bei Ihnen vor Ort an, mit Hilfe unserer Labor- und Einsatzfahrzeuge, die wir an allen unseren Standorten platziert haben.

Im Falle von größeren Projekten ist die Einrichtung eines Stützpunktes wie z.B. bei der RWE in Niederaußem oder bei Bayernoil in Neustadt eine weitere Möglichkeit. Somit werden die Experten als externes Gewerk trotzdem zum Teil Ihres eigenen Produktionsablaufes, so dass alle Prüfungen umgehend vor Ort realisiert werden können.

Durchstrahlungsprüfung

Die Röntgen- bzw. Durchstrahlungsprüfung ist ein bildgebendes Prüfverfahren bei dem Dichteunterschiede eindimensional in einer Projektionsaufnahme als Schwärzungsunterschiede dargestellt werden.

Die Röntgen- bzw. Durchstrahlungsprüfung wird durch DEKRA in all Ihren Varianten angeboten. Als Strahlenquelle kommen bei DEKRA Incos Röntgenröhren (-> Röntgenprüfung) sowie Selen- oder Iridium-Isotope (-> Durchstrahlungsprüfung) zum Einsatz. Bei der konventionelle als auch digitalen Radiographie (siehe digitale Durchstrahlungsprüfung) spielt es keine Rolle, ob die Prüfungen an einem DEKRA-Standort oder bei Ihnen vor Ort in der Produktion oder Anlage ausführen. DEKRA verfügt über alle relevanten Genehmigungen und Prüfequipments um jede Prüfaufgabenstellung zu realisieren.

Des Weiteren verfügt DEKRA Incos auch über mobile Röntgenfluoreszenzanalysatoren (RFA) um Verwechslungsprüfungen ortsunabhängig ausführen zu können.

Digitale Durchstrahlungsprüfung (DRT)

Ebenso wie bei der konventionellen Durchstrahlungsprüfung, handelt es sich bei der digitalen Durchstrahlungsprüfung, oder auch Digitalen RT-Prüfung (DRT) um ein bildgebendes Verfahren bei dem Dichteunterschiede eindimensional in einer Projektionsaufnahme als Schwärzungsunterschiede dargestellt werden.

Neben der klassischen Röntgen- und Durchstrahlungsprüfung, die durch analoge Filmtechnik abgebildet wird, bietet DEKRA Incos ebenfalls die digitale Radiographie an, welche mittels digitalen Folien die Bildgebung umsetzt. Die Folien werden in der Folge eingelesen und können dann digital mittels eines Computers ausgewertet werden.

Bei der konventionelle als auch digitalen Radiographie spielt es keine Rolle, ob die Prüfungen an einem DEKRA-Standort oder bei Ihnen vor Ort in der Produktion oder Anlage ausführen. DEKRA verfügt über alle relevanten Genehmigungen und Prüfequipments um jede Prüfaufgabenstellung zu realisieren.

Im Zeitalter der Digitalisierung ist die digitale Radiographie der erste Schritt Radiographie-Aufnahmen global verfügbar machen zu können und zu speichern.

Wenn sie analoge Filme ebenfalls Ihrem digitalen Archiv zuführen wollen, kann Ihnen DEKRA behilflich sein. Mittels unseres BAM-zugelassenen, digitalen Scanners können wir Ihre analogen Filme digital archivieren.

Digitalisierung von analogen Filmen

In Zeiten von Industrie 4.0 ist man immer mehr bestrebt Dokumentationen schnell und global zur Verfügung stellen zu können. DEKRA Incos verfügt über BAM-zugelassene Scanner, so dass wir Ihre analogen Filmbestände normgerecht digitalisieren können. Mit Hilfe von modernen Daten-Management-Systemen ist dieser wichtige Bestandteil Ihrer eigenen Dokumentation professionell oraganisiert und verfügbar. Fragen Sie die Experten der DEKRA Incos, wie wir Ihre Filmdokumentation effizient überführen können.

Ulltraschallprüfung

Die Ultraschallprüfung ist ein akustisches Verfahren zum Auffinden von Materialfehlern mittels Ultraschall. Ebenso wie die Durchstrahlungsprüfung handelt es sich bei der Ultraschallprüfung um ein Volumenverfahren. Es wird also nicht die Oberfläche des Prüfstückes, sondern das gesamte Volumen auf Inhomogenitäten untersucht.

Die Ultraschallprüfung kann eingesetzt werden für die Schweißnahtprüfung, Blechprüfung und Wanddickenmessung, aber auch für die Prüfung von großvolumigen Schmiedestücken oder von Gussteilen.

Die Ultraschallprüfung oder auch UT-Prüfung ist aufgrund der Tatsache, dass kein Sicherheitsbereich eingerichtet werden muss, auch anwendbar, wenn der Produktionsprozess fortlaufen muss. Die Ultraschallprüfung hat in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich an Bedeutung zugenommen.

Phased Array - Prüfung (PAUT)

Die Phased Array-Prüfung ist wie das TOFD-Verfahren eine Variante der Ultraschallprüfung. Während bei der Ultraschallprüfung i.d.R. ein einzelner akustischer Impuls in das Prüfstück eingebracht wird, wird bei der Phased Array-Prüfung (auch Gruppenstrahlertechnik genannt) ein Bündel von Schallwellen in das Prüfstück eingebracht. Durch die Weiterentwicklung der Empfängertechnik vom Ultraschallgerät zum Phased Array-Gerät analysiert das Phased Array-Gerät die Bündel an Schallimpulsen und deren Verhalten im Prüfstück und kann somit sehr präzise Inhomogenitäten erkennen und darstellen. Die Geräte neuester Technik können diese Fehleranzeigen auch dokumentieren, was bei den Ultraschallgeräten alter Bauweise relativ umständlich war und i.d.R. nicht gemacht wurde. Insbesondere die Phased Array-Prüfung entlastet mehr und mehr zeitkritische Anlagenstillstände, in denen Röntgenfenster oft relativ kurz bemessen sind. DEKRA Incos optimiert seit vielen Jahren das Phased Array-Verfahren und bildet seine erfahrenen Ultraschallprüfer kontinuierlich im Bereich Phased Array aus und weiter. Nachhaltige Prüfaussagen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer intensiven Ausbildung. Durch die beharrliche Ausbildung der ZfP-Prüfer der DEKRA Incos schafft DEKRA die Sicherheit, die unsere Kunden benötigen.

Farbeindringprüfung (PT)

Die Eindringprüfung ist ein zerstörungsfreie Werkstoffprüf-Verfahren, bei dem die Kapillarkräfte von feinen Oberflächenrissen und Poren genutzt werden, um diese sichtbar zu machen. Unterschieden wird zwischen der Farbeindringprüfung und der fluoreszierenden Eindringprüfung. Aus der Beschreibung wird auch deutlich, dass hierbei nur der oberflächennahe Bereich eines Prüfstückes untersucht wird. Nach einer Vorreinigung wird auf die Oberfläche des Prüfstückes das Eindringmittel aufgebracht. Dieses dringt durch den Kapillareffekt in feine Risse oder Poren ein. Nachdem der Rest des Prüfmittels vorsichtig von der Oberfläche entfernt wird, trägt man einen Entwickler auf, der das Farbeindringmittel wieder aus den Poren und Rissen zieht. Hierdurch entstehen Anzeigen, die dann vom DEKRA-Prüfer bewertet werden können. Die Farbeindringprüfung wird mit einem i.d.R. roten Farbeindringmittel durchgeführt. Daher kann dieses bei Tageslicht erfolgen. Die fluoreszierende Eindring-Prüfung verwendet ein fluoreszierendes Prüfmittel, welches in Dunkelheit und unter UV-Licht erheblich besser zu bewerten ist. Die entsprechenden Rahmenbedingungen müssen natürlich normgerecht geschaffen werden, was nicht immer möglich ist. DEKRA Incos führt Eindringprüfungen und Farbeindringprüfungen mobil und auch stationär durch.

Magnetpulverprüfung (MT)

Die Magnetpulverprüfung (auch Magnetpulverrissprüfung, MT-Prüfung, Fluxprüfung oder Fluxen genannt) ist ein Verfahren zum Nachweis von Rissen in oder nahe der Oberfläche ferromagnetischer Werkstoffe.

Für die Prüfung muss das Werkstück magnetisiert werden. Bei großen Werkstücken, bei denen eine komplette Magnetisierung nicht möglich ist, wird nur der zu prüfende Teilbereich magnetisiert. Die durch die Magnetisierung entstehenden Feldlinien verlaufen parallel zur Oberfläche. Risse und oberflächennahe Fehlstellen, die quer zu den Feldlinien liegen, erzeugen ein magnetisches Streufeld. Das heißt, die Feldlinien treten auf der einen Seite der Fehlstelle aus dem ferromagnetischen Material aus und auf der anderen Seite wieder ein. Durch Verwendung eines Prüfmittels mit feinen magnetischen Teilchen, können Feldlinien sichtbar gemacht werden. Inhomogenitäten stören die Feldlinien und erzeugen somit eine Anzeige. DEKRA Incos verfügt für die unterschiedlichsten Anwendungen über entsprechende Prüfgerätschaften Prüfobjekte zu magnetisieren oder mit Strom zu durchfluten. Entsprechendes Equipment um magnetisierte Prüfobjekte sind vorhanden. Da Magnetismus und Stromfluss auch negative Folgen für die Struktur eines Werkstoffes haben können, ist Sach- und Fachverstand bei der Auswahl des richtigen Verfahrens notwendig. Vertrauen Sie den Experten der DEKRA Incos.

Visuelle Inspektion (VT)

Eine visuelle Prüfung im Bereich der konventionellen Prüfverfahren kann entweder nur mit dem menschlichen Auge erfolgen oder bei beschränkten Zugangsmöglichkeiten zum Prüfobjekt (z.B. Innenseite eines kleinen Rohres) mit Hilfsmitteln wie einem Endoskop erfolgen. Die visuelle Prüfung mit dem menschlichen Auge ist wohl das am meisten verbreitete Prüfverfahren, da jedes andere Prüfverfahren immer auch von einer visuellen Prüfung des Prüfobjektes begleitet werden soll. Ein Prüfstück, welches augenscheinlich Löcher aufweist, muss wohl kaum noch einer Farbeindringprüfung unterzogen werden, um kleine Poren zu finden. Doch auch wenn die VT-Prüfung vermeintlich einfach klingt, ist hier in besonderem Maße ein Knowhow zu den Materialien, die untersucht werden gefordert. Auch hier wirkt sich die umfassende Ausbildung der DEKRA Incos positiv aus.

Die Dichtheitsprüfung (LT), auch i.d.R. bekannt als Helium-Lecktestprüfung ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren. Die Dichtheitsprüfung dient zur Kontrolle druckbeaufschlagter Systeme. Deren Zustand ist nur aufrechtzuerhalten, wenn im gesamten System keine Undichtigkeiten vorhanden sind. Hierzu wird das zu überprüfende System unter Über- oder Unterdruck gesetzt. Bei vorhandenen Leckagen ändert sich der Druckzustand des Prüfobjektes, wobei der Gradient der Druckänderung in Zusammenhang mit der Leckage-Rate steht.

Die Lecksuche oder auch „Bubble Test“ (BT) ist eine Teildisziplin der Dichtheitsprüfung. Bei der Lecksuche wird ein Lecksuchspray auf das Prüfobjekt aufgetragen. Durch oberflächliche Erzeugung eines Vakuums mit Hilfe von Vakuumbrillen entstehen bei Undichtigkeiten Luftbläschen im Lecksuchspray. Eine Undichtigkeit ist so schnell und einfach aufzufinden.

Auch wenn die Härteprüfung traditionell nicht den zerstörungsfreien Prüfverfahren zuzuordnen ist, hat die mobile Härteprüfung einen festen Platz im Produktportfolio der ZfP gefunden. Durch eine mobile Härteprüfung vor Ort können unsere Prüfer auch kurzfristig die Verwendung der richtigen Materialien beim Bau einer Industrieanlage überprüfen.

Bei der Wirbelstromprüfung (ET) wird der Effekt ausgenutzt, dass die meisten Verunreinigungen und Beschädigungen in einem elektrisch leitfähigen Material auch eine andere elektrische Leitfähigkeit oder eine andere Permeabilität als das eigentliche Material haben. Die Wirbelstromprüfung ist daher ein Oberflächenverfahren, welches maßgeblich für die Identifikation von Rissen aber auch zur Schichtdickenmessung angewandt wird.

Kontakt

Michael Veit

Leiter ZfP Duisburg

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+49.2065.9974-48
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DEKRA Incos GmbH

Mausegatt 12

47228 Duisburg

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